Carve-Outs korrekt verbuchen

Bei einem Carve-Out werden neue Aktien „kostenlos“ zugeteilt. Der Kaufpreis ist sozusagen implizit im Kurs des abspaltenden Unternehmens enthalten.

Bitte buchen Sie in diesem Fall die neuen Aktien NICHT mit einem Kaufpreis von 0 EUR oder 1ct ein. Dies würde in vielen Fällen zu starken Verzerrungen bei der Wertentwicklung etc. führen.

Stattdessen bieten wir den Transaktionstyp „Carve Out“ an. Hiermit lassen sich Carve-Outs einfach abbilden.
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Ein Carve-Out erstellt ein neues Investment; der Kurs der Erstnotiz wird als Einstandskurs verbucht. Parallel wird dem abspaltenden Unternehmen eine Art „Dividende“ im Wert der neuen Aktien zugeschlagen. Hierdurch ist die Transaktion Cashflow-neutral, bildet aber dennoch die Wertentwicklung der neuen Wertpapiere korrekt ab.

@wolframst - vielen Dank für das prima Tool.
Am Beispiel des Carve-out (dh der Abspaltung) der Siemens Energy AG von der Siemens AG habe ich mir die Folgen der o.g. Vorgehensweise angeschaut.

Aus meiner Sicht wäre es zutreffend, - statt der Verbuchung als Dividende - die Anschaffungskosten bei der übertragenden Gesellschaft (hier Siemens AG) im Spaltungsverhältnis (hier 2:1) zu reduzieren und die Aktien der Siemens Energy AG mit diesen anteiligen Anschaffungskosten einzubuchen. Dies entspricht auch der steuerlichen Behandlung und führt zur ökonomisch richtigen Darstellung.

Wäre es möglich, dies entsprechend im Tool anzupassen?

Lieber @Holger,

vielen Dank für den Hinweis - das wäre natürlich machbar.
Um einen „Rollback“ der Änderung zu ermöglichen, ist das nachträgliche Ändern von Transaktionen nicht ganz so ohne.
Daher würden wir aktuell bei der „Dividenden“ Implementierung bleiben. Mittelfristig können wir den Änderungsvorschlag gerne berücksichtigen.

Viele Grüße,
Wolfram Stacklies