Wie wird mein Risiko berechnet?

Das Risiko eines Wertpapiers wird i.d.R. basierend auf historischen Kursen berechnet. Auch wir bei Rentablo machen das so. Generell gilt die Annahme, dass das Risiko höher ist je stärker der Kurs schwankt. Der Fachbegriff hierfür ist die „Volatilität“ des Kurses. Wichtig ist zu beachten, dass historische Entwicklungen nie ein Garant für zukünftige Entwicklungen sind!

Mindestens genauso wichtig wie die Volatilität ist allerdings, wie stark die einzelnen Wertpapiere voneinander abhängen. Das ist ein bisschen wie bei einer Kuhherde. Wenn alle Tiere einen Schreck bekommen und in die gleiche Richtung rennen, dann führt das im übertragenen Sinne zu starken Bewegungen des Portfolios.

Die dritte Komponente die man beachten sollte, ist natürlich die Performance. Wenn mein Depot ein geringes Risiko aufweist, aber auch keine Rendite erzielt ist dies ebenfalls nicht wünschenswert. Allerdings gibt es Rendite auch nicht ohne Risiko. Es kommt also darauf an, beide Größen zu balancieren. Je nach Markteinschätzung kann es Sinn machen, eher das Risiko zu minimieren oder eher die Performance zu maximieren.

Damit dies einfach möglich ist, weist Rentablo die drei Kenngrößen Performance, Abhängigkeit (Korreklation) und Risiko in einfach zu verstehenden Charts aus:

Letztendlich senkt nur ein diversifiziertes Portfolio das Risiko. Wenn der eine Wert fällt, steigt der anderen. Ganz schön lässt sich das am Beispiel von Gold beobachten, das meist steigt wenn Aktien fallen.


Beispiel: mein (aktienlastiges) Portfolio ist stark anti-korreliert zum Xetra-Gold. D.h. Gold wird mein Portfolio weniger schwankungsanfällig machen.

Weitere Infos zur Portfolio-Theorie finden Interessierte bei folgenden Formelsammlungen der Uni-Washington:
https://faculty.washington.edu/ezivot/econ424/portfolioTheoryMatrix.pdf
http://faculty.washington.edu/ezivot/econ424/introductionPortfolioTheory.pdf